ADAC Formel 4 Lausitzring

01.08.2020

ADAC Formel 4 - 01.08. Lausitzring (GER)

1. Lauf, erstes Podium für Joshua Duerksen

Joshua Dürksen reiste mit seinem BWT Mücke Motorsport Team zum Saisonauftakt der ADAC Formel 4 auf dem Lausitzring.

Dürksen fuhr gleich im ersten Rennen des Wochenendes sein erstes Podium der Saison ein. Nach Top-3-Zeiten im Training hatte er sich als Vierter für den ersten Lauf qualifiziert. Ein sensationeller Start brachte ihn auf Rang zwei nach vorne. Diese Position verteidigte der 16-Jährige souverän ins Ziel. Den zweiten Lauf nahm Dürksen von Platz neun aus in Angriff. Wegen eines Frühstarts bekam er eine Durchfahrtsstrafe und steckte anschließend im Verkehr fest. Die geplante Aufholjagd ging nicht auf und er musste sich mit Rang elf begnügen. Unglückliches Timing im letzten Rennen des Wochenendes verhinderte ein Top-Resultat. Dürksen wurde mit Rang neun erneut unter Wert geschlagen. Dennoch stehen in der Gesamtwertung 20 Punkte für ihn zu Buche.

Bereits in zwei Wochen hat Joshua wieder die Gelegenheit, sein Talent unter Beweis zu stellen. Vom 14. bis 16. August gastiert die ADAC Formel 4 auf dem Nürburgring.

Roland Rehfeld (Teamleitung Formel 4): "Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf das Wochenende zurück. Wir hatten mit Joshua ein gutes erstes Zeittraining. Uns war klar, dass er das Rennen von Platz vier aus gewinnen kann. Er hat einen sensationellen Start hingelegt und ist danach souverän hinter dem Führenden geblieben. Er hat sich das Rennen gut eingeteilt und verstanden, dass nicht mehr als Rang zwei möglich ist. Im Training hatte Joshua einen Mauerkontakt. Danach war er über sich selbst verärgert, weil er von Natur aus sehr selbstkritisch ist. Daher glaube ich, dass er sein ohnehin schon hohes Niveau steigern kann. Joshua ist ganz klar ein Titelanwärter, er bringt alles mit. Er ist vom Kopf her sehr gut aufgestellt. Wir müssen noch etwas daran arbeiten, dass er sich nicht von Unwägbarkeiten aus dem Konzept bringen lässt. Was die Fahrzeugbeherrschung angeht oder die Fähigkeit, Rennen zu lesen, ist er auf Augenhöhe mit den Red-Bull-Junioren.

Im dritten Rennen war es den äußeren Umständen geschuldet, dass wir nichts Zählbares mitgenommen haben. Als es anfing zu regnen, haben wir beide Fahrer an die Box geholt und ihnen Regenreifen montiert. Leider ging unsere Taktik nicht auf, denn das Rennen wurde unter Safety Car abgebrochen. Es ist schade, weil den jungen Fahrern eine Gelegenheit entgangen ist, auch bei schwierigen Bedingungen Erfahrungen zu sammeln."

Photos © BWT Mücke | GruppeC